Frauenwochen Eröffnung mit zwei Altersehrenweinköniginnen Inge & Rita

Inge-Rita-Schweinfurter-Frauenwochen-02Eröffnung der 21. Schweinfurter Frauenwochen mit Inge und Rita und neuem Konzept.

Diesmal war vieles anders: Zu ihrem 21. Geburtstag sind die Frauenwochen erwachsen geworden. „Ich hab schon immer ein bisschen schmunzeln müssen, dass alljährlich ein Mann die Frauenwochen eröffnet hat“, meinte eine mit der neuen Konstellation sichtlich zufriedene Teilnehmerin.

Bislang hatte Hans Driesel zur Eröffnung der Frauenwochen immer gekonnt eine ungewöhnliche Frau vorgestellt. Diesmal traten zwei ungewöhnliche Frauen auf, weiterhin präsentierte eine Winzerin fränkische Köstlichkeiten, die Offene Behindertenarbeit (OBA) stellte ihre Fraueninitiativen vor, und die Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs zeigte ihre Bilder. Ein rundum gelungener Frauenabend, zu dem sich durchaus auch Männer eingeladen wussten. Erstaunlich, dass es trotz eines gewissen Frauenüberhangs diesmal ein Mann schaffte, das letzte Wort zu haben: Reinhold Stiller, Leiter der OBA, dankte allen voran Ingrid Licha und ihrem Team für ihr Engagement, das es ermöglichte, die Veranstaltung in den Räumen der OBA anzubieten.

Inge-Rita-Schweinfurter-Frauenwochen-01Passend zum Durchschnittsalter des Publikums präsentierte das komödiantische Frauenkabarett Inge und Rita (Angelika Scheidig und Bettina Hümmer-Dünninger) eine „Spätlese„. Unschlagbar in Mimik und Gestik boten die beiden Altersehrenweinköniginnen ihr ganzes komödiantisches Talent auf, bis die Batterie leer war – zumindest die der „fränkischen Spieluhr“. Dabei fragten sie auch das Wissen ihrer Zuschauerinnen ab. Es gab ein Quiz, sie wollten‘s wiss‘: Kennen die Besucherinnen Franken, das Erfinderland, oder die Dichter und Denker aus fränkischen Gauen? Von der Entdeckung der Röntgenstrahlen über die Erfindung der Kugellager und des Versandhandels bis zum Lachsack oder zum Lametta kam eine erstaunliche Anzahl fränkischer Schöpfungsakte zutage. Ihre Einführung in fränkische Mentalität und Sprache trieb den Zuhörern endgültig die Lachtränen in die Augen – basst scho!

Als Stimmungsaufheller hätte es den Silvanersecco und den Traminer aus dem Weingut Geßner in Garstadt nicht gebraucht, aber die Köstlichkeiten rundeten die Vorstellung fränkischer Highlights perfekt ab.

Barbara Schreiber stellte die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) vor. Diese wurde 1976 in Mannheim gegründet und begleitet in zwölf Landesverbänden und 400 Regionalgruppen rund 50 000 an Krebs erkrankte Menschen. Einige Frauen aus der Schweinfurter Gruppe nutzen seit zwei Jahren ein Angebot der Kunsthalle, sich unter der Leitung von Kunsttherapeutin Frauke Fülling kreativ mit ihren Ängsten und Hoffnungen auseinanderzusetzen. In den Räumen der OBA waren einige der so entstandenen Bilder zu sehen. Düstere, dunkle Empfindungen spiegelten sich hier in eindrucksvollen Bildern ebenso wie hoffnungsfroh bunte Impressionen, die die mentale Kraftquelle des Malens erahnen lassen.

Inge-Rita-Schweinfurter-Frauenwochen-03Heide Wunder, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, die aus Krankheitsgründen von Jutta Cize vertreten wurde, und Ingrid Licha von der OBA konnten mit ihrem neuen Eröffnungskonzept zufrieden sein – dies scheint das neue Erfolgsmodell zu werden. Ein rundum informativer, humorvoller und in jeder Richtung köstlicher Abend.

Auszug des Presseartikels mit freundlicher Unterstützung der Mainpost vom 04. März 2013

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